Letzten Monat hatten wir einen wunderschönen Leseabend mit Lorelay und Woschofius in der Buchhandlung "Sinn & Sinnlichkeit" in München.
Über 40 Zuhörer genossen die lustigen, manchmal traurigen aber immer erotischen Geschichten der Beiden.
Ein Zuhörer schickte uns danach folgende Mail zu, die wir veröffentlichen dürfen.
Der Leserbrief
Dann darf auch der Steirer, wie immer ein bisserl hintennach .....
Eigentlich ist ja schon alles gesagt worden, meine Eindrücke decken sich im Wesentlichen mit denen von Billie und Moni.
Die Lesung war gut, sehr gut sogar - lorelay auch nach meinem Empfinden besonders animiert und inspiriert. Und die Vorträge von Woschofius haben sogar mich (nicht gerade ein BDSM-Jünger ) durch die Tiefe des Ausdrucks beeindruckt, wohl aber auch zum Teil meine Grenzen aufgezeigt.
Ansonsten nehme ich von diesem Tag einige besondere Eindrücke mit in die Steiermark:
Zum einen, wie lohnend es sein kann, als Steirer in Vorarlberg Taxi zu spielen, nach langer Zeit das Gefühl zu haben, nicht nur einen Beifahrer neben sich sitzen zu haben, sondern einen Menschen, der einem das Gefühl gibt, dankbar zu sein, dass man mit ihm reisen darf.
In München dann das Wiedersehen mit vertrauten Freunden, welche man zwar öfter trifft, die einem aber gerade in der "Fremde" ein bisserl das Gefühl des Daheimseins geben.
Das Aufeinenandertreffen mit bis dahin völlig unbekannten Menschen, welche es verstehen, sogar den Steirer durch ihre Offenheit und Herzlichkeit in ihren Bann zu ziehen, und es mag vielleicht nur Zufall sein, dass es da ebenfalls eine Vorarlbergerin war, die mich besonders beeindruckt hat.
Vielleicht sollte ich auch der Vollständigkeit halber jenes Personal erwähnen, welches - ob in Konditorei oder Wassermann - durch eine besondere Freundlichkeit und Herzlichkeit auf sich aufmerksam gemacht hat, und das ich mir gerne auch in der Steiermark wünschen würde.
Ja, und dann ...... der für mich berührendste Augenblick, während der ersten Geschichte von Woschofius ........ die ohnehin schon beeindruckende Geschichte zu hören und dabei lorelay zu beobachten, sie als tief fühlenden Menschen zu erleben, das hat mich wieder einmal sehr dankbar gemacht, dass wir seinerzeit eine Entscheidung getroffen haben, die es ermöglicht, das überhaupt miterleben zu dürfen.
Um auch etwas Negatives zu erwähnen, ist es mir ungut aufgestoßen, dass - kaum war der Steirer ins Bett gefallen - auch schon eine Stunde um war, die allerdings nicht dem Schlaf, sondern der Zeitumstellung zum Opfer gefallen ist. Man mag daran erkennen, wann ich wieder im Hotel war, und man mag es mir nachsehen, wenn ich sogar heute noch mit dem fehlenden Schlaf zu kämpfen habe.
Man hat mir zwar durchaus glaubwürdig versichert, dass ich von meinem ersten Vbg-Besuch noch eine Stunde gut hätte, doch hat sich deren Wirkung im Laufe des Jahres wohl verflüchtigt.
Alsdann, alles in allem, gibt's wieder einmal eine Lesung in München oder Umgebung, dann werde ich wieder in der ersten Reihe sitzen, gerne auch wieder Taxi spielen, und im Kreis meiner Freunde das Gefühl genießen, auch in München daheim zu sein.
Gelesen wurde aus:
"Wiener Schlampengeschichten"von Lorelay
"Luzidus" von Woschofius
"Tortura Insomniae" von Woschofius
Sowie einige Kurzgeschichten, die auch unter "Short & drity" nachzulesen sind.


