Klappentext
Der Buch enthält fünfzehn zusammenhängenden Geschichten, in deren Mittelpunkt eine junge Frau steht, die in physischer, geistiger und sexueller Hinsicht eine radikale Wandlung erlebt. Die souveräne, strenge Geschäftsführerin einer Werbeagentur lernt auf einem Führungsseminar Dominik, eine starke, dominante Persönlichkeit kennen. Dieser, setzt es sich in den Kopf, die so selbstsicher wirkende Frau in sexuelle Abhängigkeit zu bringen. Das anfängliche Sträuben und Aufbäumen Belladonnas weicht immer mehr einer fast selbstlosen Hingabe für ihren Herrn und Gebieter. Es ist ein langer Weg, auf dem Belladonna versucht, einerseits Sklavin zu sein und andererseits Dominanz über ihre jungfräuliche Sekretärin oder über Dominiks Zofe auszuüben. Dominanz und Demut, Widerstand und Strafe spannen einen prickelnden Bogen, der, sprachlich, stilistisch und in der Beschreibung der erotischen Szenen, den Leser neugierig macht. Am Ende trifft der Leser Belladonna nach mehreren Jahren wieder. War Dominik nur eine kurze Etappe in ihrem Leben oder die Erfüllung eines Lebensziels?
Leseprobe 1
Belladonna wusste, dass sie sich eine neue Garderobe zulegen musste und auch wollte, denn der Herr sollte nicht nur mit ihrem Benehmen, sondern auch mit ihrem Aussehen zufrieden sein. Sie saß an ihrem Schreibtisch, genoss das Nachgefühl des gestrigen Abends und dachte an ihren Kleiderschrank – an die vielen klassisch geschnittenen Kostüme in den gedeckten Farben von dunkelblau und grau, die zwar Respekt einflößen, aber jeden weiblichen Reiz seiner Reizbarkeit entledigen. Ob Herr im grauen Anzug, ob Frau im grauen Kostüm – eine Ausradierung des Geschlechtsspezifikums und eine Uniformierung war unweigerlich garantiert. Sie dachte an die vielen Frauen bei Banken und Versicherungen, an die Lehrerinnen und Beamtinnen, an die uniformierten Mütter und Hausfrauen, deren höchstes Gebot, das reizlose Mausgrau ihrer Kleidung, ihrer Sprache und ihrer erdfarbenen Haut und Haare waren.
Ihr Blick fiel auf Martha, ihre jungfräuliche Sekretärin, die den ersten Lenz längst hinter sich hatte, sich komischerweise noch immer mit „Fräulein“ anreden ließ und in jedem herannahenden Mann einen potentiellen Vergewaltiger oder einen Angriff auf ihr zwischen den Beinen so wohl gehütetes Häutchen witterte. Da waren die Betriebsausflüge, die Martha hasste und doch daran teilnahm, um am nächsten Tag über die Lasterhaftigkeit und Zügellosigkeit der Beteiligten lästern zu können. Hörte man ihr zu, meinte man, alle hätten sich in einem Sündenpfuhl gesuhlt und Sodom und Gomorrha wären nur harmlose Begegnungsstätten in Vergleich zu der Ausschweifungssucht der Kollegen. Sie saß dann immer steif da, mit fest übereinander geschlagenen Beinen, Strichlippen und einem Blick, der den sexhungrigsten Mann und die geilste Frau ernüchtert hätte. Belladonna fragte sich, was Martha wohl abends in ihrer Wohnung trieb, ob sie die knisternde, sexgeladene Luft bei solchen Treffen überhaupt spürte und von der Gier der anderen angesteckt wurde. Hielt sie vielleicht ihre Beine deshalb so fest zusammen gepresst, um die anschwellende Lust und die wider ihren Willen hervor quellende Nässe vor sich selbst und den anderen zu verstecken. Übertriebener Sexhunger wie totale Abstinenz sind immer zwei Extreme, welche die Phantasie der Umstehenden beflügeln und Spekulationen freien Lauf lassen. Gerne hätte Belladonna Marthas Unterwäsche gesehen, ihren alternden unangetasteten Körper und wusste plötzlich nicht, ob die Anrufe des Herren oder die Gedanken an Marthas Intimbereich schuld an ihrer Erregung waren. Beim dritten Anruf des Herren stellte Belladonna das Gerät auf Lautsprecher, lüstern hoffend, dass Martha mithören würde. Eine angelehnte Tür trennte die beiden Büros voneinander und die spannungsgeladene Luft sollte einen Bogen bis an den Schreibtisch der Sekretärin schlagen und sie zwingen den Kopf von den endlosen Zahlenkolonnen zu heben, ihre Gedanken in jene Region zu lenken, wo es bei den Frauen kribbelt, wenn sie gestoßen werden wollen. Marthas farbloses Haar im Blickfeld hörte sie den Herrn:
„Belladonna, ich erwarte dich heute Abend am Teufelssee in der Kleidung einer willigen Dirne, die man jederzeit leicht nehmen kann. Ich weiß, dass dich das Wort Dirne erregt und dass du jetzt an deinem reizlosen Kostüm hinunterblickst und weißt, dass du für diese Rolle, die Dir wie auf den Leib geschrieben ist, kein passendes Rüstzeug besitzt. Es ist keine Rolle, die du spielst, Belladonna“, sagte der Herr mit eindringlicher Stimme, „es ist dein ureigenes Sein, das du täglich verleugnest und heute, als auch in Zukunft mit mir leben, erleben und erdulden wirst. Du bist meine Hure, meine Sklavin, die bei dem Gedanken an Strapse, Kettchen und Nadeln erschauert und sich mir am liebsten jetzt hingeben würde. Ja, winde dich auf deinem ledernen Sessel, den du als Statussymbol gekauft hast, ohne zu ahnen, welche erotisierende Wirkung das Leder auf deinen Po hat. Winde dich wie eine Schlange, bis sich dein Rock hoch schiebt, deine Schenkel das Leder ertasten und die Lust zwischen deinen Beinen den teuren Stoff besudelt. Deine Sekretärin, die gute naive Seele, wird die Flecken wegwischen, kniend die Spuren deiner Lust unter ihren Fingern zerreiben, bis sie selbst nur noch ein Bündel Gier und Lüsternheit ist. Los, Belladonna, genieße diesen teuren Sessel, den du dir angeschafft hast, um deine Untertanen bei Besprechungen einzuschüchtern. Geschnitzte Armlehnen musste er haben und die Rückenlehne sollte mit Schnitzereien an den Rändern verziert sein – jetzt hast du das alles, zu deiner Qual und meiner Lust, denn so mancher Gegenstand hat mehr Seiten als die sichtbaren Funktionalitätsanwendungen. Stöhnst Belladonna, stöhnst wie eine geile Dirne unter ihrem Freier. Sie wird dich hören und dir helfen wollen, deine treue Sekretärin, denn Stöhnen wird bei ihr im Kopfe bestimmt immer mit Bauch- Zahn- oder Kopfschmerz in Zusammenhang gebracht werden, ihren Samariterinneninstinkt wecken und nie als Verbalisierung der Lust und des Verlangens nach einem männlichen Glied gedeutet werden. Sie ahnt ja nicht, wie wohl sie sich fühlen würde, wenn ihr Hymen endlich zerfetzt und ihr Unterleib von heißem Saft überschwemmt wird.“
Bei diesen Worten zuckte Martha zusammen, während sich Belladonna aus ihrem Sessel erhob, mit einem kurzen Scherenklick ihr Höschen zerschnitt und sich auf die geschnitzte Armlehne ihres Sessels setzte. Ein faustgroßer Löwenkopf zierte das Tischlereikunstwerk und an diesem Löwenkopf rieb Belladonna jetzt ihre Scham, während ihre Hände die Brüste aus der Bluse befreiten. Ihr Stöhnen wurde immer lauter und lockte Martha heran – wie in Trance kam sie näher und schaute mit Augen, die fast aus den Höhlen quollen, auf ihre erregte Chefin, die in wildem Galopp den Löwen ritt und mit ihren langen Nägeln die Nippel ihrer Brüste bearbeitete. „Hilf mir“, keuchte Belladonna, als sie zwischen den halb geschlossenen Lidern Marthas gebeugte Gestalt und ihr erschrecktes Gesicht sah. „Ja, Chefin, gerne, nur wie?“, murmelte die Sekretärin, fasste zaghaft nach Belladonnas Brustfleisch und zog dann ihre Hände schnell zurück, als hätte sie sich die Finger verbrannt. „Ja, ja, Martha, fass zu, knete sie, streichle sie“, keuchte Belladonna und rieb dabei ihre geschwollene Klitoris an der Zunge des hölzernen Löwen. „Fester, als würdest du einen Kuchen kneten oder deine Unterwäsche in feiner Waschmittellauge drücken, so tue es mit meinen Brüsten“. Zitternd kam Martha näher und legte ihre Fingerspitzen scheu auf Belladonnas rote Knospen, ohne es zu wagen, wirklich zu drücken oder zu kneten. „So, schau mal, so musst du es machen“, sagte Belladonna und fasste mit beiden Händen nach Marthas Busen. Durch den Stoff fühlte sie die Konturen eines altmodischen Baumwollbüstenhalters und die Formen eines harten Busens, der sie immer mehr erregte und neugierig machte. Sie merkte, wie sich Marthas anfängliches Staunen in Erregung verwandelte, sie sah die kleinen Schweißperlen auf ihrer Oberlippe, die roten Flecken an ihrem Hals, die feuchten Stellen in der Achselgegend und roch ein Gemisch aus Lust, Schweiß und Angst. Da zog sie Martha näher zu sich heran, bis ihre Brüste die ihren berührten und Martha jede Zuckung von Belladonnas Körper mit fühlen musste. Als sich Belladonna lautstark auf den Löwenkopf ergoss, stöhnte auch Martha, führte langsam ihre Fingerspitzen an das nasse Holz und badete ihre trockenen Hände in der wohlriechenden Nässe ihrer Chefin. Belladonna war längst wieder salonfähig und frisch, als Martha noch immer zitternd vor dem Sessel kniete, wie in einem heiligen Ritual das Leder mit ihrer Bluse rieb und den Löwenkopf ehrfurchtsvoll polierte. Sie zitterte und schien etwas vor sich hin zu flüstern, sie streichelte den Platz, wo vorher Belladonnas Schenkel das Leder berührt hatten und steckte ehrfurchtsvoll das zerschnittene Höschen ihrer Chefin in ihre Rocktasche.
„Steh auf, Martha“, sagte Belladonna mit strenger Stimme, „genug der Sentimentalität, genug des Götzendienstes.“ Als sich Martha nicht schnell genug erhob, ließ Belladonna ihren geflochtenen Ledergürtel durch die Luft sausen und dann auf den gebeugten Rücken der Frau knallen. Anstatt sich jetzt zu erheben oder vor Schmerz und Schreck aufzuspringen, sackte Martha in sich zusammen und bog dann ihren Rücken einladend dem schwirrenden Gürtel entgegen. Und Belladonna, angeheizt von der hündischen Hingabe der knienden Sekretärin, schlug weiter, bis sich der helle Stoff der Bluse verfärbte und gleichzeitig aus dem Lautsprecher die Stimme ihres Herrn erschallte: „Genug, Belladonna, hör auf, du unersättliches, triebhaftes Weib, dem nicht der Schwanz eines Mannes genügt. Willst alles für dich haben – das Glied, den Löwenkopf, den Rücken und die Jungfernschaft deiner Sekretärin. Willst von hinten und von vorne, von oben und von unten genommen werden und dabei noch andere nehmen... ich habe dich gehört und werde dich bestrafen... hart soll sie sein, die Strafe und süß für mich das Gefühl der Rache für deine Unfolgsamkeit. Los, gehe nach Hause! Ein Junge wird an deiner Tür klingeln und dir eine Schachtel herrlichster Unterwäsche bringen. Wähle dir etwas aus und komme damit bekleidet heute Abend zu mir... Befolge meinen Befehl und weiche nicht vom Wege ab, du erbärmliches putzsüchtiges, geiles Weib.“
Belladonna zerrte Martha in die Höhe und befahl ihr, sich frisch zu machen und mit zu kommen. Ohne ein Wort zu sagen, verschloss Martha die Bürotüren und ging zwei Schritte hinter ihrer Chefin durch die Flure des Hochhauses, dann durch die überfüllten Straßen der City, in einen Laden, wo Belladonna eine Haarfarbe in leuchtendem Rot kaufte. Vor Belladonnas Wohnung wartete schon der angekündigte Junge – irgendwie erinnerte er an livrierte Pagen aus Agathas Christies Roman „Der Tod auf dem Nil“, irgendwie erinnerte er auch an die Lustknaben an den Höfen antiker Herrscher. Belladonna nahm dem Jungen den in gelbes Seidenpapier verpackten Karton ab und drückte ihm eine Münze in die Hand. Dabei ließ sie ihre Hände etwas zu lange in den seinen ruhen, kletterte dann flink mit einer Hand den Arm hoch mit der anderen den festen Schenkel des Jungen hinunter, bis seine junge Männlichkeit in der engen Hose sichtbar wurde. Wie zufällig strich sie über den harten Kolben, roch das pubertäre Schwitzen des Jungen und sah auch Marthas bleiches und vor Lust verzerrtes Gesicht. Dass es Lust war, wusste Martha wohl kaum – es war etwas Neues, Undefinierbares, das in ihren Augen die Angst aufflackern ließ und ihren Körper erschütterte.
Als der Junge weg war, schloss Belladonna die Wohnungstür auf und dirigierte Martha sogleich in das geräumige Badezimmer, befahl ihr, sich auszuziehen und sich auf den weiß gestrichenen Stuhl zu setzen. Mit fahrigen, ungeschickten Bewegungen tat Martha wie ihr befohlen wurde, ohne Belladonna anzublicken. Der Reißverschluss des hellgrauen Rocks verfing sich in der billigen, glanzlosen Supermarktstrumpfhose, die wie eine faltige Haut um die strammen Beine der Sekretärin hing. Als auch dieses Stück fiel und die Bluse mit der Blut- und Schweißlandkarte am Boden lag, sah Belladonna die schreckliche lachsfarbene Unterwäsche aus einem gerippten Baumwollstoff. Ihre Mutter, die immer genau auf dem Kalender markierte, wann sie die Winterunterwäsche gegen die Sommerunterwäsche im Schrank und somit auch auf ihrem Körper austauschen müsste, wobei nur die Wärmefunktion des Stoffes einen Unterschied machte, trug solche liebestötende Funktionalitätsexemplare, die den Intimbereich zwar warm aber auch gnadenlos trocken hielten. Nachdem diese Hüllen gefallen waren und die Sekretärin mit einer Hand ihren Busen und mit der anderen ihre Scham bedecken wollte, riss ihr Belladonna die Hände auf den Rücken und band sie mit ihrem Bademantelgürtel an der Lehne fest. Dann entledigte auch sie sich ihrer Kleider, strich dabei frech über Marthas Busen und Scham und öffnete die Schachtel mit der Haarfarbe Marke „Wolla-Viva“ – eine meterlange Bedienungsanleitung mit aufgeklebten Nylonhandschuhen flatterte zu Boden, desgleichen eine Portion eingeschweißtem Shampoo, der wie Belladonna wusste, wie Sperma aussah und sich auch so anfühlte.
Als ihre Hand den Farbflacon herauszog, brach sie in schallendes Gelächter aus, während Martha errötete. Sie dachten beide an das gleiche, denn wie ein riesiger, an den Enden abgerundeter Penis sah das Gebilde aus. Die Designer der Firma „Wolla-Viva“ waren Verführer im wahrsten Sinne des Wortes oder phallusgeschädigte Exemplare des Homo sapiens. Mit diesem Produkt eroberten sie die Herzen, sprich die Löcher der Käuferinnen und traten mit einer ganzen Branche von Lustartikelerzeuger in versteckte Konkurrenz. Jede Frau konnte das Ding unverdächtig kaufen, es offen im Badezimmer aufbewahren, sogar ihrem Mann zeigen und sich dabei die schönsten Stunden der Lust bescheren. „Drehen sie die untere Flasche nach rechts, die obere nach links, bis sie das Einrasten hören“, las Belladonna und folgte den Anweisungen. Der vorher quer gespaltene Phallus wurde mittels eines Klick zu einem stabilen Gebilde, in dessen Innerem die Farbe mit der Entwicklerflüssigkeit gemischt wurde. „Drehen sie die Kappe ab“, las sie weiter und stieß auf eine herrliche kleine Öffnung, aus der das Gemisch pumpend auf Marthas Haar gespritzt wurde. Belladonna setzte sich auf Marthas Schoß und arbeitete sich geschickt durch jede Strähne des farblosen Haares. Danach spülte sie die Flaschen aus, schraubte sie zusammen, setzte das blaue Käppchen darauf und hielt in der Hand einen Schwanz, der ihr Kribbeln im Bauch und Brennen in der Scheide verursachte. Sie ließ ihn über ihre Haut gleiten, zwischen ihre Beine, ging in die Hocke, so dass Martha die geöffneten Lippen sehen musste und stieß dann das dicke Ding tief in ihren Körper. Sie wand sich, stöhnte und ließ Martha keine Sekunde aus den Augen, so wie die, ohne zu Blinzeln auf ihre Chefin schaute. Als die Gier in deren Augen fast den Ausdruck des Wahnsinns angenommen hatte, zog Belladonna den herrlichen Phallus heraus, was Martha mit einem Stöhnen des Bedauerns quittierte und unruhig auf dem Hocker herumzurutschen begann. „Du musst erlöst werden, armes Jungferlein, (...)
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