Serena, eine junge Frau möchte ihren erotischen Horizint erweitern. Den Leser läßt sie in Form eines Blogs an ihren Abenteuern teilnehmen. Sie trifft die ominösen Marionettenspieler, die sie in subtile erotische Spiele einführen. Eine Autofahrt endet im Wald, der Besuch in einem Dominastudio auf einer ganz besonderen Maschine und irgendwie beginnt sich ihr Leben völlig zu verändern...
Parkhaus
Die letzten Wochen habe ich mich noch ein paar mal mit dem Hübschen getroffen. Der unverbindliche Sex macht mir Spaß und engt mich nicht ein.
Trotzdem schwirrte mir immer noch „Der Schatten“ durchs Gehirn und irgendwann war ich bereit ihn anzurufen.
Er schien überrascht, dass ich mich noch einmal meldete, aber schließlich vereinbarten wir ein Treffen. Ich schlug vor, dass wir einen Kaffee trinken gehen könnten, was er aber ablehnte.
„Ein Treffen findet nach meinen Regeln statt, nicht nach Deinen, ok?“
„Wenn Du es so willst, gerne. Aber glaub nicht, dass ich ein kleines Opferlamm bin.“
„Keine Sorge, du kannst jederzeit stopp sagen. Also, wir treffen uns in Stuttgart. Kennst Du das Parkhaus am Schloßhotel?“
„Ja, das ist direkt am Bahnhof.“
„Genau. An der Touristinfo gibt es eine Einfahrt. Du fährst bis ganz nach unten und hältst dich dann nach links. Du folgst der Mittelfahrbahn bis ganz nach hinten.
Dort parkst Du Dein Auto möglichst weit in der hinteren Ecke und stellst Dich dann an die Wand, die Beine leicht gespreizt, die Handflächen an der Mauer. Du verbindest Deine Augen und wartest was passiert. Punkt 21 Uhr möchte ich Dich dort so antreffen. Du trägst nur einen Mantel und sonst nichts darunter. Alles verstanden?
„Ja, aber so wirklich neu ist das ganze ja nicht.“
„Das mag stimmen, aber trotzdem wird es so passieren, ok?
„Ok“.
Es machte klick und er hatte aufgelegt.
Ich spürte Erregung in mir aufsteigen. Natürlich hatte ich mittlerweile ausreichend erotische Literatur konsumiert und diese Situation wurde darin auch schon öfters beschrieben, trotzdem verursachte das Nahen der Realität doch ein Kribbeln in mir.
Vor allen Dingen weil ich nicht wusste, wie ich reagieren würde.
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Ich fuhr bereits am Nachmittag nach Stuttgart um erstens pünktlich zu sein und zweitens vorher noch etwas shoppen zu gehen.
SCHUHE!
Ich stellte den Wagen gleich in der Tiefgarage an der richtige Stelle ab,… Glück gehabt… nicht das am Abend der Parkplatz besetzt ist.
Nachdem das Shoppen erledigt war, saß ich am Schloßplatz in einem Cafe und beobachtete die vorbeiströmenden Menschen. War der Schatten auch schon da? Saß er vielleicht ganz in meiner Nähe und wartete ebenso?
Die Zeit wollte nicht vergehen und das Kribbeln im Unterleib nahm ständig zu.
Wenn man wartet, vergeht die Zeit viel langsamer… sie kriecht nahezu dahin Es war kurz vor acht, als ich nochmals in ein Kaufhaus schlüpfte um mich umzuziehen.
Ich schloß die Toilette hinter mir gut ab und zog mich aus.
Meine Kleider stopfte ich in eine meiner Taschen, den Slip in den Mantel (Wer weiß wie schnell ich den notfalls anziehen musste), schlüpfte in meine neuen Stiefel und zog den Mantel an. Ein prüfender Blick in den Spiegel offenbarte meine Unachtsamkeit.
Ich hätte vielleicht den etwas längeren mitnehmen sollen und nicht den kurzen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass man beim Laufen meinen Hintern sehen konnte.
Sch…
Na gut, hier kannte mich ja niemand.
Ich verließ die Toilette und stolzierte zum Ausgang.
Die letzten Besucher des Kaufhauses warfen eindeutige Blicke auf meine nackten Beine und ein schmierig aussehender Südländer pfiff mir hinterher.
Ich beachtete ihn gar nicht und schlenderte Richtung Tiefgarage.
Mittlerweile war es kurz nach acht.
Im Parkhaus kroch mir der typische Geruch nach Abgase und Pisse entgegen. Das Parkhaus war schon deutlich leerer wie vorher und die unterste Parkebene war fast leer.
Neben meinem Wagen standen maximal noch zehn andere Autos dort und warteten auf ihre Besitzer.
Irgendwie erwartete ich, dass grelle Lampen aufblendeten und auf mich zuschossen.
Ich hatte wohl zuviel „Christine“ gelesen.
Saß der Schatten bereits in einem der Fahrzeuge?
Es war zu dunkel um etwas in den Autos zu erkennen.
Ich warf meine Taschen ins Auto und setze mich noch etwas hin.
20:30
Das Radio spielte Snow Patrol und ich sang leise mit.
Im Rückspiegel beobachtete ich das Parkdeck.
20:45
Eine Person trat aus dem Treppenhaus ins Parkdeck und näherte sich.
War er es?
Nein, er stieg in einen alten BMW und verließ mit quitschenden Reifen das Parkdeck.
20:55
Ich zog das Tuch für meine Augen aus meiner Handtasche und stieg aus.
Ich schaute mich nochmals um, legte dann die Augenbinde an und stellte mich an die Wand.
Ich spitze die Ohren und wartete.
Kühle Luft zog unter meinen Mantel und ich hoffte, dass ich mir keine Blasenentzündung holen würde.
War da ein Geräusch?
Schritte?
Irgendwer näherte sich (Hoffentlich nicht der Parkplatzwächter).
Gab es hier eigentlich Überwachungskameras?
Dann roch ich ihn. Ein leichter Duft nach Limonen drang in meine Nase und im selben Moment spürte ich Hände, die meinen Mantel öffneten.
Ich zuckte zusammen...
Ein Hand schob sich mutig vor,
An meinen Brüsten.
Zwischen meinen Beinen.
Erregung.
Ich hörte seinen schnellen Atem an meinem Ohr.
Eine Hand packte meine Haare und riss meinen Kopf nach hinten.
Seine fordernde Zunge füllte meinen Mund aus.
Ich gab mich hin.
Die andere Hand drang in mich ein,
Tastend,
kneifend
Ich floss aus.
Der Schatten führte mich zu meinem Auto und schmiss mich bäuchlings auf die kalte Kühlerhaube.
Den Mantel warf er über meinen Rücken und Kopf.
Dunkelheit umgab mich.
Mit den Füßen schob er meine Beine auseinander.
„Bleib so.“
Ich zitterte vor Erregung, trotzdem war ich so klar mich keinem Fremden ungeschützt hinzugeben.
„Kondom“, stammelte ich.
Ein Hand klatschte schmerzhaft auf meinen Po.
„Sei ruhig, ich habe auch daran gedacht.“
Und schon drang er heftig in mich ein.
Mein Becken schlug schmerzhaft gegen mein Auto.
Hoffentlich gibt es keine Beulen im Blech
Schatten griff unter meine Arme hindurch und verschränkte dann seine Hände in meinem Nacken. Nun konnte ich mich nicht mehr bewegen oder gar wehren.
Wollte ich auch gar nicht.
Ich genoss die wachsende Welle meiner Lust und schließlich kam ich.
Laut
Feucht.
Auch sein Atem ging nun merklich schneller. Ich konnte nicht spüren ob er kam, aber schließlich zog er sich zurück.
Ich blieb einfach liegen und wartete ab, was nun passieren würde.
Sekunden
Minuten?
Ich spürte etwas über meinen Po kratzen, etwas spitzes zog Linien über die Haut. Es war etwas unangenehm, tat aber nicht weh.
Dann wieder nichts.
Stille.
Sekunden
Minuten?
Schließlich richtete ich mich auf und warf den Mantel nach hinten.
Er war weg.
Einfach gegangen.
Na toll.
Nicht mal ne gemeinsame Zigarette danach.
Sein Kondom lag ebenfalls einsam und verlassen auf dem Boden.
Und sein Limettenduft stand noch im Raum.
Anziehen.
Parkticket 7,20€.
Heimfahrt.
Daheim entdeckte ich ein mit Kugelschreiber gezeichnetes Smily auf meinem Po.
Jetzt wusste ich, was das Kratzen zu bedeuten hatte.
Zumindest hatte er Humor.

