Klappentext
"Na, gestern war mal wieder ein besonderer Tag..."
So oder so ähnlich beginnen viele der Tagebucheinträge der vier Frauen.
Sie haben - trotz unterschiedlicher Lebensstile - vieles gemeinsam:
Herz, Humor, eine große Portion gesunden Hausverstand.
Und die Art, wie sie ihr Geld verdienen: meist liegend, nämlich.
Der geneigte Leser erfährt in diesem Buch viele Wahrheiten über Pleiten, Pech und Pannen im Leben eines Callgirls, einer Erotikmasseurin oder einem "Mädchen für alles".
Ein Jahr in Tagebuchform, Tragisches, Komisches, Böses.
Purer Sex.
Spitze Zungen, weiche Herzen und ein Leben jenseits der Norm.
Kurz, prägnant und ehrlich empfunden.
Ach ja - und: Küssen kostet extra!
Leseprobe 1
Gestern hat mich Jakob angerufen.
Ich habe früher für ihn gearbeitet, in einem Massagesalon, und obwohl mein Abgang nur bedingt von freundschaftlichen Gefühlen geprägt war, meldet er sich immer wieder, wenn Not "an der Frau" ist.
Diesmal braucht er mich für drei Tage, weil seine Lieblingspolin Urlaub hat.
War heute morgen das erste Mal dort.
Als ich reinkomme, sitzt Svetlana am Tisch.
Sie ist eine große, mehr als überreife Rumänin, mit schwarzem Wuschelhaar.
Sie winkt mir zu, die Beine übereinander schlagend, und gibt einen für schwache Gemüter überwältigenden Blick zwischen ihre Beine frei.
Als ich sie das erste Mal unbekleidet gesehen habe, hätte ich geschworen, dass sie eine Kommunistenpelzmütze zwischen ihre Beine geklemmt hat - mit langen Ohrenklappen...
Ihre Massagekittel bedecken im Stehen gerade mal die Pofalte, und sobald sie sich bückt, legt sie ein ganzes Universum aus Gewitterwolken frei, das nur notdürftigst von einem weißen Mama-Slip verdeckt wird.
Ihr Arsch, im Stehen irgendwo in der Höhe meiner Schulter, verdunkelt die Sonne.
Ihr gegenüber die superschlanke Nikkole, die nur knapp an einer Modelkarriere und noch knapper an Anorexia nervosa (auf deutsch Magersucht!) vorbeigeschrammt ist.
Schade, eigentlich.
Dort (in der Modelbranche, natürlich!) wäre sie mit ihren Kapricen sicher in besserer Gesellschaft.
Ich erinnere mich dunkel, dass ich vor Jahren mal ihr Mobiltelefon ins Klo geworfen habe, weil sie sich wochenlang geweigert hat, ihren eigenen Saustall aufzuräumen und stattdessen stundenlang telefoniert hat.
Ich muss zu meiner Ehrenrettung aber dazu sagen, ich habe nicht gespült!
Seither sind wir fast so was wie Freundinnen.
Ja ja, Respekt muss verdient werden, sag ich immer!
Bei meinem Anblick entschwindet sie schnell in den Sonnenuntergang, vermutlich, um ihrem neuen Motorola-Handy den Weg alles Irdischen zu ersparen.
Ich lasse mich auf ihren Platz fallen, angle das Telefon zu mir (Jakob hat befohlen, dass ich als Österreicherin die Anrufe entgegenzunehmen habe - was ich besonders witzig finde, denn eigentlich bin ich Ungarin - es lebe die K&K-Monarchie!)
Als es an der Tür läutet, ist Svetlana schon in den Startlöchern.
Ihr Arsch wogt bedrohlich vor meiner Nase hin und her, bis sie endlich aus der Küche ist.
Ich stelle mich an den Türspalt - neugierig bin ich schon, wer da kommt!
Als die Tür aufgeht, muss ich einen Lachanfall unterdrücken.
Svetlana, du Mistviech, das geschieht dir recht, weil du dich vorgeschummelt hast!
Es ist "der Wilde", wie wir ihn nennen.
Ein riesiger, bärtiger Mann mit wildem Blick, der nie spricht.
Die 150 Euro, die er bezahlt, sind schwerst verdient.
Ich brauche immer kühle Umschläge zwischen den Beinen, wenn er mit mir fertig ist.
Eine Stunde lang nur f...
Kein Plaudern, Lecken, Blasen, nix!
Er zieht sich aus, hat einen Steifen - und schon rein damit!
Gut, Svetlana ist hart im Nehmen - sie hat beim Billa die Handschuhe geklaut, die man fürs Obsteinpacken verwenden soll: löchrig und mit scharfen Schweißkanten - aus denen hat sie Fingerlinge gemacht und verteilt sie, wenn ein Mann ihr den Finger in die Spalte stecken will.
Wegen der Hygiene...
hat also eh schon Hornhaut auf der Muschi, da ist der "Wilde" gerade recht!
Gleich darauf bimmelt es wieder.
Ich raus, werfe den Massagemantel über und sprinte zur Tür.
Ein kleiner Mann steht vor der Tür, geht mir gerade bis zur Schulter.
Sein Baucherl kommt eine Minute vor ihm durch die Tür, aber er hat lustige Augen und ist gutgelaunt.
Ich bringe ihn ins Massagezimmer und schnell haben wir uns geeinigt.
Nur „Entspannung“, ich nackt.
Er will nur schauen, nicht greifen.
Seeehr sympathisch!
Weil er so lieb ist, mach ich ihm einen Sonderpreis - fünf Euro Rabatt.
Während er sich noch auszieht, schon wieder die Tür!
Da ich Svetlana im Nebenzimmer auf rumänisch stöhnen höre (klingt schon leicht angestrengt, die Gute!), entschuldige ich mich kurz beim kleinen Dicken und spurte zur Gegensprechanlage.
"Hallo, leider keine Zeit im Moment! Wir sind beide beschäftigt!", rufe ich.
Der Mann am anderen Ende meint, das macht nichts, er will eh "nur die Masseurinnen anschaun".
Stirnrunzelnd überlege ich, welches Wort er nicht verstanden hat.
Also, noch mal: "Wir sind nicht frei, wir massieren beide. Komm bitte in einer halben Stunde wieder!"
Er:" Na, dann seid's jetzt eh schon nackt, da kann ich doch gleich schauen! Nachher kann ich net mehr!"
Ich unterdrücke einen Fluch und flitze zurück ins Zimmer, er lehnt sich an die Klingel.
Rrrring! Rrrring!
Ich schnappe einen Sessel, steige hinauf und schalte das verd... Ding ab.
Nicht vergessen, Svetlana dann zu sagen, sie soll sie wieder einschalten...
Der Kleine liegt schon auf dem Tisch, nackt, sein Bäuchlein ragt wie ein Zuckerhut über dem kleinen Schwammerl von Schwanz hoch.
Ich greife ihn vorsichtig an, das Zumpferl ist in einem Dickicht von Haaren versteckt, gar nicht so leicht zu erwischen.
Als es hart wird, nimmt es wirklich Form und Farbe eines kleinen Fliegenpilzes an.
Süß!
Ich versuche, nicht zu grinsen.
Er legt seine Hand auf meinen Po, streicht auf und ab.
Als er mich plötzlich packt, weiß ich: jetzt ist es soweit.
Im selben Moment läuft mir schon der heiße weiße Saft über den Handrücken.
Der Kleine seufzt, reckt sich und springt vom Tisch.
Svetlana im Nebenzimmer stöhnt noch immer, diesmal schon hörbar gequält...
Später am Nachmittag haben wir eine Massage gemeinsam, ich bete nur, dass der Mann keine "Lesbenspiele " will.
Svetlana ist so gar nicht mein Typ, und die Vorstellung, meinen Kopf zwischen diese gewaltigen Schenkel begeben zu müssen, löst schwere Klaustrophobie bei mir aus.
Aber der Gute ist ohnehin auf dem Maso-Trip.
Er lässt Svetlana auf sein Gesicht setzen, während ich seine Eier lang ziehen muss.
Als ich ihm den Finger in den Popo schiebe, kommt er schnell und laut, nur gedämpft durch Svetlanas Pelzmütze.
Noch drei weitere Termine.
Na ja, wenigstens hat Jakob nicht gelogen, sein Studio boomt.
Aber wenn die drei Tage überstanden sind, brauche ich einen Tag Wellness für mich selber...


