Araki, der Helmut Newton Asiens
Am 25.5.1940 wird Nobuyoshi Araki in Tokio geboren. Er wächst im Armenviertel Minowa auf - unweit von Yoshiwara, dem Rotlichtviertel, dass seine Arbeiten prägte. Er ist zwölf Jahre alt, als ihm der Vater eine Kamera schenkt. Seither hat Araki wie süchtig fotografiert, als ob er Angst hätte nicht alles auf Bild bannen zu können.
1959-63 Studium der Fotografie und Film an der Chiba University in Tokyo.
1963 beginnt er bei einer Werbefirma zu arbeiten. In Nudelsuppenrestaurants und Bars arrangiert Araki stellt er erste Genitalbilder von Frauen aus.
1964 gewinnt er den Fotowettbewerb vom "The Sun Magazine".
1970 stärkere Hinwendung zur Fotografie.
1974 Gründung der Fotoworkshop-Schule mit einigen anderen japanischen Fotografen.
1976 Schließung der Fotoworkshop-Schule. Araki gründet seine eigene Schule.
1990 stirbt seine Frau Yoko.
Araki hat zahlreiche Ausstellungen, Publikation und Ausstellungsbeteiligungen und wird in Japan teilweise wegen Obszönität zensiert.
Seine Fotografien gefesselter Frauen und seine Milieustudien in den Rotlichtvierteln machten ihn berühmt. Doch sie trugen ihm auch den Ruf eines Schmuddel- und Pornofotografen ein. Es eilt ihm der Ruf nach mit sämtlichen seiner Modelle auch Liebesbeziehungen einzugehen... zumindest sexueller Natur. Ob das stimmt weiss niemand, aber lautstark empörten sich Feministinnen gegen den vermeintlichen "Sexisten". "Ich umschnüre den Körper der Frauen, weil ich weiß, dass ich ihre Seele nicht zu fesseln vermag", meint dagegen der Künstler selbst. "Binden lässt sich nur ihre Physis. Die Frauen zu umschnüren läuft in einem gewissen Sinne darauf hinaus, sie zu umarmen, zu liebkosen."
Seit Jahrzehnten schon durchstreift er Tokyo mit der Kamera. Er fotografierte Straßenzüge, Müll, Elend, Imbissbuden, Strommasten und Wolkenhimmel.
Und so sieht sich Araki weniger als Fotokünstler sondern als Dokumentarist des eigenen Lebens. Über die Hochzeitsreise mit seiner Frau Yoko publizierte er ein Buch, aber auch ihr Krebsleiden und ihren Tod nach 20 Jahren Ehe hielt er im Bild fest. Auf vielen Bilder sieht man auch ihn selbst, als Teil seiner Inszenierung und seine Kunst machte ihn weltweit bekannt.
Mehr als 250 Bücher mit Arbeiten Arakis, sind bereits veröffentlicht und jetzt kommt im Taschen Verlag sein Best off heraus. In 32 Kapiteln zeigt der schwergewichtige Hochglanz-Band mit dem schlichten Titel "Araki" anhand von rund 1.000 Bildern die künstlerische Entwicklung von den 1970er Jahren bis heute. "Dieses Buch sagt alles über mich. Es ist gewissermaßen der letzte Wille meiner letzten 60 Jahre. Es ist ein Testament, das besagt: Fotografie ist Liebe und Tod", meint Araki.
Immer wieder freilich gerät er in Konflikt mit Zensur und Polizei. Mehr als einmal werden seine Ausstellungen untersagt. Verlage, die seine Fotografien veröffentlichen, müssen ihre Zeitschriften einstampfen lassen. In Japan ist es verboten Schamhaare zu zeigen aber genau dies macht Araki in provokanter Manier. Eine Ausstellung in Graz 1992 macht Araki schließlich auch im Westen berühmt.
Seine Homepage: http://www.arakinobuyoshi.com/main.html
Die große Wertschätzung die die Kunstszene ihm entgegen bringt gipfelt auch in Araki's "SUMO"
Ein in jeder Hinsicht titanisches Werk, ist SUMO eine Hommage an den großen japanischen Fotografen, der nicht nur mit seinen stark erotischen Fotografien längst weltweit Anerkennung gefunden hat. 600 Seiten mit ca. 500, teils farbigen Abb. Format 34,5 x 50 cm Gewicht 10 kg. Hier darf er sich in den Olymp der erotischen Fotografie genau neben Helmut Newton setzen.
Araki's SUMO gibt es für Araki-Fans numeriert und vom Künstler signiert in einer weltweit limitierten Auflage von 2.500 Exemplaren zum Preis von € 1.250,00 Preis ab 01.Januar 2003 € 1.750,00



