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Diese CD beinhaltet eine der schönsten Sessionmusiken überhaupt...
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Als ich den Titel dieser CD hörte, erwartete ich natürlich Engelsmusik und zarte Stimmen; doch die CD erfüllte diese Erwartung beim ersten Hinhören nicht. Es gibt auch keinen Titel der "Flügel" heißt.
Titel 1 "Schlag zwölf" entführt uns eigentlich eher in die Abgründe der menschlichen Seele. Ein dumpfer Glockenschlag startet eine Reise die mit getragener Melodie, unterlegt mit angedeuteten Chorälen noch am ehesten eine Wanderung durch die kühlen Lüfte einer Vollmondnacht darstellt. Dieser Titel passt zum Namen des Projektes "ArtNoir", berührt aber mehr das Dunkle in uns.
Das ist auch kein Wunder, bewegt sich ArtNoir auch in Gothic- Kreisen und hat bereits bei Bands wie Impressions of winter mitgewirkt.
Der zweite Titel "Atem" ist aggressiver aber ohne störendem Stressfaktor. Spontan dachte ich an den Film "Halloween" in dem in den entscheidenden Szenen oftmals der Atem und der Herzschlag des Mörders zu hören ist. Überhaupt erinnert mich die CD in Teilen an Filmmusiken von John Carpenter ohne dessen kühle Sterilität zu besitzen.
Titel 4 ist der ruhigste Titel auf der CD- eine Klangcollage, die aber vom Thema her ideal zum ersten Titel passt. Titel 5 "Dunkle Sterne" erinnert mich an die alten Musikstücke von Michael Rother, die jedoch deutlich moderner und elektronischer abgemischt wurden.
Die Vergleiche mit Carpenter und Rother sind allerdings nicht ganz fair. ArtNoir hat seinen eigenen Stil entwickelt und in seiner Machart ist die CD meines Erachtens mit mehr Herzblut komponiert worden. Für mich ist die CD eine ideale Musik für Fire- Plays und Bondage. Die Titel sollten dann idealer Weise umsortiert werden, da sie dann mehr dem Ablauf einer Bondage und Fire-Session entspricht. Umsortiert würde die Reihenfolge so sein: Titel 1, 4, 5, 2 und dann Titel 3.
Fasziniert hat mich der konzeptionelle Aufbau der CD. Auch wenn ich die Reihenfolge bei einer Session gerne umstellen würde, ist das Album konzeptionell sauber durchdacht. In den 70er Jahren hatten Gruppen wie Allan Parsons Project (Tales of mystery and imagination), Genesis (suppers ready) und Pink Floyd (The wall) die Vorreiterrolle von Konzeptalben eingenommen. "Flügel" erzählt ebenfalls eine Geschichte- doch jeder Zuhörer hört eine andere und das Ende ist auch jedes Mal ein anderes. Die CD nimmt mich bei jedem Zuhören auf eine ANDERE Reise mit, sei es bei einer "Session" oder beim einfachen Zuhören und einer Flasche Wein.
ArtNoir hat eine wirklich gelungene CD erschaffen die große Chancen hat, auf Playpartys Einzug zu halten.