Er kam, sah und fickte.
Mich.
Die scheue Blume, wie ich, Kamelia, immer genannt wurde, die sich das nie hatte vorstellen können. Obwohl, nein. Gelogen. Vorstellen hatte ich mir das sehr wohl können, in den geheimsten Kammern meiner Phantasie. Hätte das aber im zurechnungsfähigen Zustand stets weit von mir gewiesen.
Bevor ich C. kennenlernte, war ich daran gewöhnt, ein Riesentheater um den Liebesakt zu machen, mich ziemlich zu zieren und anzustellen. So manch ein Partner verzweifelte an mir. Dies passte mir nicht und jenes, die Matratze war zu hart, das Kissen zu weich. Oder ich schaltete ab währenddessen, ich fühlte mich nicht. Ich war wie totes Fleisch. Ich nahm es nicht ernst, machte es lächerlich, wurde zynisch oder erstarrte in Depression.
Und so hatte ich, logisch, nie richtig Spaß daran, ich verdarb ihn mir selbst, den Spaß am Sex, und seit ich damit angefangen hatte, Körperflüssigkeiten auszutauschen, hütete ich ein schmutziges kleines Geheimnis: Ich hatte noch nie einen Orgasmus bekommen. Mit mir selbst übrigens auch nicht. Nun werde der Höhepunkt ja eh überschätzt, hieß es. Aber ich jagte ihm trotzdem nach wie der Teufel einer armen Seele.
C. kam also, sah und fickte mich?
Nein, ganz so war es ja nicht. Mit solch einem Knalleffekt trat C. nun nicht in mein Leben. Was er mit mir machte, war anders. Es war unglaublich demütigend, und ich fuhr total darauf ab.
Mein Problem war, dass meine lieben Eltern mir stets eingeschärft hatten, jederzeit die Kontrolle zu behalten, sie niemals aufzugeben, hörst du Kamelia! Und ich war eine gehorsame Tochter, so ein Mist. Nie erlebt hatte ich die übliche Rebellion, das heftige Sich-Abnabeln, die scharfen Konflikte, das Teller-Werfen gegen Mama und das wütende Ausrasten gegenüber Papa, und ich ahnte dumpf, dass es einen Zusammenhang gab zwischen dieser Tatsache und meinen Schwierigkeiten beim Sex.
Im Grund fühlte ich mich wie ein sehr reifer Apfel, bereit gepflückt zu werden, als ich C. begegnete.
Erst seit kurzem wagte ich es, Partys zu besuchen, auf denen es nicht nur brav zuging. Auf denen manchmal auf den Tischen getanzt wurde. Zu denen manchmal zwielichtige Gäste kamen: wie C. mit seinem piratenhaften Grinsen in einem gebräunten Gesicht, samt smaragdfunkelnden Augen und einem verwegenen schwarzen Schnurrbart. Fast klischeehaft! Er war älter als er aussah oder sich gab. Wobei man schon merkte, dass er nicht mehr in der Jugendliga spielte. Unsere Blicke begegneten sich mehrmals, er schaute ironisch drein, fand ich, und ich wurde daraufhin blutrot.
Als jene bewusste Party auf ihrem Höhepunkt angelangt war, packte mich C. am Arm, zog mich hinter sich her, die Kellertreppe hinunter und dort befahl er mir, vor ihm zu knien.
„Was?“, hauchte ich.
„Du hast mich sehr wohl verstanden“, sagte er. Im Licht der einzigen Glühbirne, die hier unten brannte und die träge über unseren Köpfen schaukelte, funkelten seine Augen stärker denn je.
Schon sein fester Griff hatte mich elektrisiert, und jetzt, durch seinen Befehl, spürte ich, wie mein Schoß zu pulsieren begann. Feuchtigkeit drang zwischen meinen rasch anschwellenden Schamlippen hervor, sickerte in den Slip.
Eine Millisekunde später kniete ich vor C.
„Sehr gut“, lobte er mich und machte sich dann an seiner knallengen Jeans zu schaffen. Die unübersehbar eine Beule trug. Sein Schwanz sprang förmlich heraus, war auf einer Höhe mit meinem Gesicht. Ich sah schüchtern auf und schluckte. Er wird ihn mir in den Mund stecken und in mir kommen und mich zwingen, alles zu schlucken, dachte ich mit einer erregenden Mischung aus Angst und Wollust.
Genau das tat er nicht.
C. ließ mich nur den allerersten klaren Tropfen ablecken, der an der Spitze seines Speeres erschien, und dann besaß er die ungeheure Selbstbeherrschung, sein prachtvolles Glied wieder zu verstauen. Obwohl das doch auch für ihn mehr als unangenehm sein musste. Ich stöhnte laut vor Enttäuschung und war erschrocken über mich selbst, solche Laute aus meiner Kehle dringen zu hören.
„Steh auf“, gebot C. mir mit leicht gepresst klingender Stimme. Ah, es fiel ihm also auch nicht ganz leicht. Und seine Blicke glitten anerkennend über meinen schlanken, kurvenreichen, dekorativ im kleinen Schwarzen steckenden Körper. In meinem Hirn wirbelten die Gedanken wie trockene Blätter herum … was sollte ich von all dem halten? Wieso nahm er mich nicht einfach? Sein nächster Befehl ließ mich wieder erröten. „Zieh deinen Slip aus und gib ihn mir.“ Ich wollte NEIN rufen, stellte aber fest, dass ich schon dabei war, mein Kleid zu lüpfen und den von meiner Lust durchnässten Seidenschlüpfer abzustreifen … „Wunderbar“, sagte er grinsend und steckte das kleine Kleidungsstück zerknüllt in seine Tasche. „Das nächste Mal, Kamelia, möchte ich, dass du sofort auf die Knie gehst, wenn ich es dir befehle. Klar? Andernfalls …“
„Andernfalls?“, fragte ich frech, mich gleichzeitig wundernd, woher ich diese Keckheit nahm.
Seine Reaktion erfolgte wie ein Blitz. Ich muss dazu sagen, ich war noch nie in Wirklichkeit übers Knie gelegt worden. Und ich hätte mir nie vorstellen können, dass es möglich war, einen Menschen so schnell und zugleich so sicher zu packen und sich über den Schenkel zu legen, wie C. es jetzt mit mir tat. Außer in meinen kühnsten Träumen vielleicht.
Er zog mir das Kleid hinten hoch und entblößte meinen nackten Hintern.
Seltsamerweise hielt ich ganz still. Ich atmete schwer vor Erwartung. „Nicht schreien“, warnte er mich. Ich hatte nicht die Absicht. Hatte überhaupt keinen Bock darauf, dass jemand von den anderen unsere bizarre Zweisamkeit stören würde, weil er glaubte, ich würde vergewaltigt oder so.
C’s Hand klatschte auf meinen Arsch. Es brannte, wohltuende Hitze durchrann mich, es tat weh, es war herrlich, ich stöhnte leise und wand mich, und zugleich mit dem Genuss kam ein starkes Gefühl der Erniedrigung. Wieder und wieder schlug er mich, bis ich weinte … und zugleich fühlte ich, wie ich sehr nass wurde, es lief mir heraus, oh Gott, ich würde einen Fleck auf seiner Jeans hinterlassen … ich presste meine Schenkel und die Arschbacken zusammen, mit der Folge, dass mir seine letzten, besonders heftigen Schläge mit der flachen Hand durch und durch gingen. „Gnade“, schluchzte ich.
„Ich wollte ohnehin aufhören“, grinste er über mir, ich konnte hören, dass er grinste.
Liebevoll ließ er mich auf den kalten Kellerboden gleiten, und ich kniete wieder, unaufgefordert. Das gefiel ihm. „Komm übermorgen zu mir. 19 Uhr, im Minikleid, ohne Slip, ohne BH“, sagte er und steckte mir eine Visitenkarte in den Ausschnitt.
Dann ging er, und ich blieb nass, mit klopfendem Herzen und weichen Knien zurück. Es dauerte eine geraume Weile, bis ich überhaupt aufstehen und mich die Kellertreppe hochziehen konnte. Mein Hintern pulsierte heiß unter dem dünnen Stoff des Kleides. Er war mit feuerroten Handabdrücken übersät, wie ich später feststellte … auf meiner hellen Haut verblassten die Zeichen nur langsam.
Ich verabschiedete mich praktisch wortlos von der Gastgeberin … Wankte heimwärts, immer noch geil. Konnte es kaum erwarten, zu C. zu gehen, verging innerlich aber auch vor mit Neugier gemischter Furcht.
Er hatte eine Dachwohnung am Rande der Stadt. Kein Lift. Als ich oben vor seiner Tür stand, keuchte ich. Jedoch nicht vor Anstrengung nach den vielen Treppen, sondern aus einem anderen Grund. C. öffnete, noch ehe ich geklopft hatte – Telepathie? – sein Anblick versetzte mir tiefe Stiche des Begehrens, und er wiederum schaute bewundernd auf das maigrüne superkurze Kleid, das ich trug und das meine zarten Töne im Grunde besser zur Geltung brachte als Schwarz.
„Hast du meine Anweisungen in jeder Hinsicht befolgt?“, fragte er ohne Begrüßung. Die feinen Runen in seinem Gesicht. Der Ausdruck zärtlicher Strenge in den Augen. Ich war hin und weg.
„Ja“, flüsterte ich.
Wieder überraschte er mich, denn er zwang mich nicht sofort dazu, mein Ja auch zu beweisen. Stattdessen winkte er mir, ihm in die Küche zu folgen, und dort sah ich fasziniert zu, wie er gekonnt mit Töpfen, Fleisch, Gemüse, Tellern jonglierte. Und mit einem hölzernen Kochlöffel. An dem saugten sich meine Blicke fest, und ich bekam Gelüste. Würziger Essensgeruch nach scharf gebratenem Hühnchen breitete sich in der gemütlichen Küche aus. Es zischte und brutzelte. Unter normalen Umständen hätte ich jetzt gefragt, ob ich etwas helfen könne … so jedoch stand ich nur da und spürte, wie mir mehrere Tropfen aus der Möse quollen und langsam, ganz langsam meine Schenkel herabliefen. Ich wurde sonst nie so schnell scharf. Nie im Leben. Es war ein unglaubliches, ein erregendes, ein sagenhaft tolles Gefühl.
Ich sehnte mich danach, wieder vor C. knien zu dürfen.
Aber er hatte andere Pläne.
Das fertige Essen stellte er zum Warmhalten in den Backofen. Den Kochlöffel säuberte er und rieb ihn ab. Er schaffte es, bei jeder häuslichen Geste dennoch ehrfurchtgebietend, männlich, piratenhaft dominant auszusehen. Nie hätte ich mir so etwas träumen lassen. Wie in Trance gehorchte ich, als er mich nun knapp aufforderte, mich auszuziehen.
Dann stand ich nackt vor ihm, und er trat nah an mich heran und umfasste kurz mit beiden Händen meine schmale Taille. Seine Berührung ließ mich erschauern, schwach und matt werden. Fast wäre ich hingesunken. „Du wirkst so zierlich und zerbrechlich“, flüsterte er an meinem Ohr, „aber seit unserer ersten Begegnung ist dir ebenso klar wie mir, was du brauchst, oder? Alle deine Lover zuvor haben dich mit Glacéhandschuhen angefasst. Ich nicht.“
Ich zitterte wie im Fieber, während er mich zum Esstisch führte, der noch nicht gedeckt war, sondern nur ein recht dickes weißes Tischtuch trug.
„Und jetzt zur Vorspeise“, sagte er sanft.
Auf seinen Befehl hin legte ich mich ohne zu zögern auf den Tisch, bäuchlings. „Gestern die Hand“, sagte C., „und heute der Kochlöffel. Sieh her.“ Er hielt ihn mir vor die Nase. „Willst du ihn?“
Ich nickte gierig.
„Dann küss ihn.“
Ich schnappte nach Luft. Das war echt erniedrigend. Und geil …
Mein Gesicht glühte, als ich mit den Lippen gehorsam das hölzerne Rund berührte. Ich lag da und fühlte meine Pflaume immer nasser werden …
„Sehr schön“, sagte er, „und hältst du auch still, ja? Ich kann dich am Tisch festbinden. Überhaupt kein Problem.“
„Ich … ich umklammere die … Tischkante“, flüsterte ich. „Keine Fesseln, bitte.“
„Hm. Na gut, wir probieren es. Du bist unerfahren, aber das kriegen wir schon hin.“ Jetzt klang seine Stimme freundlich, fast väterlich.
Ich zerging wie ein Stück Butter in der heißen Pfanne.
Und dann ging es los. Noch vor dem ersten Hieb kitzelten und prickelten meine Gesäßbacken erwartungsvoll, und sie waren noch immer empfindlich durch die Abreibung, die mir C. zwei Tage zuvor gegeben hatte.
Er begann sacht, um dann die Intensität der Schläge immer mehr zu steigern. Ich fühlte mich auf süße Weise gedemütigt, es war kaum zu beschreiben … mit einem Küchengerät geschlagen zu werden machte mich total heiß. C. schien zu wissen, dass ich genau das brauchte oder aber seine bloße Hand auf meinem blanken Arsch … so, als sei ich ein unartiges kleines Mädchen.
Wieder und wieder sauste die gewölbte Fläche des guten Stücks auf mein sich rötendes Hinterteil nieder. Mit trockenem Klatschen. Schmerz, Hitze, Lust. Schmerz, Hitze, Lust. Sowie ich jedoch in Trance zu fallen drohte, merkte C. dies und schlug mich härter. Das machte mich wieder wach, aber auch gleichzeitig noch schärfer. Ich floss über. Ich hätte am liebsten gezappelt, wusste aber, dass C. mich dann festbinden würde. Das wollte ich vermeiden. Wieso eigentlich? Ich hatte doch schon von Fesselsex gehört. Doch aus irgendeinem Grund fürchtete ich mich davor, leistete inneren Widerstand. Bislang hatte ich nur geseufzt und gestöhnt, doch nun wimmerte und schrie ich leise, aber durchdringend, und endlich weinte ich auch. Ich fragte mich, ob C. mich wieder bis zu meiner persönlichen Grenze bringen und dann stoppen würde. – Nein, lautete die Antwort. Diesmal ging er ungerührt darüber hinaus.
Meine Hände krallten sich heftiger und härter denn je um die Tischkanten, als tief beißender Schmerz wieder und wieder meinen Arsch in Flammen tauchte. Da ich wider Willen auch anfing zu zucken und mich aufzubäumen, fragte er endlich, während er weiter langsam auf mich einschlug: „Genug, ja? Soll ich es gut sein lassen?“
„Ja!“, stöhnte ich, und gleich darauf: „Nein! Ja! Nein …“, völlig verwirrt über mich selbst, dass sich mir eine solch widersprüchliche Antwort entrang.
Er lachte. „Na fein. Dann nehme ich erst das hier …“ Etwas klirrte über mir, doch ich wagte es nicht, mich danach umzusehen – im nächsten Moment spürte ich ES auch schon und schrie schrill auf und wusste gar nicht, wie es mir gelang, bei dieser Folter immer noch auf dem Tisch liegenzubleiben: Eiswürfel! Er kühlte meinen wunden Hintern mit purem Eis – und lachte auch noch dabei, der Schuft!
„Ein zartes sanftes Gesicht, als ob du kein Wässerchen trüben könntest“, meinte er, „aber wonach du dich wirklich sehnst, sind Schmerzen, Schläge, Demütigungen. Stimmts?“
Es hätte überhaupt keinen Sinn gehabt, das abzustreiten, denn ich war triefend nass und in meiner geschwollenen Scham klopfte das Verlangen zum Verrücktwerden. Ich wollte, dass er mich weiter schlug. Er hatte völlig recht! Ich schluchzte wild auf.
C. beugte sich über mich und streichelte sanft meinen erhitzten Leib. „Wehr dich nicht dagegen. Nimm es an.“
Das war leicht gesagt! Vor allem, als er nun den Kochlöffel wieder herabzischen ließ auf meine durchkältete und hyperempfindlich gewordene Haut. Wieder, und wieder, und wieder. Er hörte gar nicht mehr auf. Irgendwann hörte ich auf zu schreien, weil ich keine Kraft mehr dazu hatte … und weil der Schmerz auf einmal Flügel bekam und mich davontragen wollte in eine andere Sphäre der Lust … ich hatte so etwas noch nie erlebt, noch nie gespürt … C. war etwas außer Atem, er verwandelte die Hiebe in ein kräftiges Streicheln, was fast ebenso angenehm war, und er nahm mich, ein weinendes Häuflein Wonne, liebevoll in die Arme.
„Ich wollte uns jetzt eigentlich den Hauptgang servieren, scheue kleine Blume“, flüsterte er an meinem Ohr, „doch ich sehe schon, wir gehen lieber gleich zum Dessert über.“ Er drehte mich um und ließ mich eine Weile wimmern, bis ich mich daran gewöhnt hatte, auf dem gepeitschten pochenden Arsch zu liegen. Mit großen nassen Augen schaute ich zu C. auf; bedächtig entkleidete er sich und stieg dann über mich, brachte sich geruhsam in Position.
Meine Möse schrie nach seinem Schwanz, doch er war an meinem anderen Ende, und in vorauseilendem Gehorsam öffnete ich den Mund, was ihm prima gefiel, und schluckte seinen großen und schönen und supersteifen Penis bis zum Schaft. Hatte keine Ahnung, wie mir das gelang, auf Anhieb … und ich war erstaunt, wie sehr es mir gefiel, auf diese Weise benutzt zu werden.
„Ah, wunderbar“, seufzte er und bewegte sich vorsichtig, „das machst du richtig gut, wer hätte gedacht, dass du so fein blasen kannst …“ Sein Lob spornte mich an, noch mehr zu saugen und zu lecken und meine Zunge sein hartes männliches Fleisch umschmeicheln zu lassen. Seine dicken Eier klatschten in mein Gesicht. Ich hätte ihm gern gesagt, wie endlos geil ich das fand, aber das ging nun nicht, sein anbetungswürdiger Schwanz knebelte mich total.
„Dessert!“, keuchte er schließlich, und tatsächlich spritzte er in mir ab und füllte meinen Mund mit seiner Sahne, die ich ohne die allergeringsten Probleme schluckte, obwohl ich auch das zum ersten Mal tat. Eine Premiere jagte die andere, C. versetzte meinem zaghaften Liebesleben ungeahnte Impulse, und die mahnenden Stimmen meiner Eltern in meinem Kopf wurden allmählich leiser. Mit jedem Tabu, das ich hier brach.
C. zog mich hoch, so dass ich aufrecht saß. Er schwang sich vom Tisch und sah zu mir auf.
Nachdenklich betrachtete er mich, blickte forschend auf meine festen Brüste, deren Spitzen erigiert waren, und dann … befahl er mir, bis zum Rand des Tisches zu krabbeln, rückwärts wie ein Krebs. Er trat hinter meinen Rücken und – hatte ein Seil in den Händen, mit dem er meine Arme berührte.
Ich begriff und erschrak. „Nein, das nicht!“, bettelte ich. Riss meine Hände weg. Kauerte mich zusammen, den Rücken krümmend, und versteckte meine Arme in meinem Schoß. Wenn er jetzt grob oder fordernd geworden wäre, hätte ich nur mit noch mehr Trotz und Widerstand reagiert, doch das tat er nicht.
Er strich mir zart über die Schultern und den Rücken. Allmählich löste sich meine Verkrampfung. „Weshalb wehrst du dich dagegen, dass ich dir Fesseln anlege?“
„Ich … weiß nicht …“, stammelte ich.
„Doch, du weißt es.“ Er wartete geduldig, und unter seinen liebevollen Händen entspannte ich mich mehr und mehr.
Tränen stiegen in mir auf und rannen langsam über mein Gesicht. „Weil ich die Kontrolle abgeben würde“, sagte ich dann leise, fast unhörbar. Aber er hatte es gehört.
Etwas in mir löste sich auf, ich hob den Kopf, ich suchte C.’s Blick und lächelte unter Tränen, während meine Hände sich auf einmal wie von selbst auf meinen Rücken legten, die Handgelenke überkreuzt. Er fesselte mich. Er band nicht nur meine Hände straff hinter meinem Rücken zusammen, sondern zog danach auch meine Beine weit auseinander, um dann die Fußgelenke ebenfalls mit Hanfseilen an den Tischbeinen zu befestigen. Ganz bequem, ohne Zerrung, und doch war ich jetzt fixiert, meiner Bewegungsfreiheit beraubt. Preisgegeben. Ausgeliefert. Auf wundervolle Weise, die ich kaum begriff und die doch mein Herz schneller schlagen ließ, bis mein gesamter Körper ein klopfendes Herz zu sein schien.
Gefesselt wirst du wahre Freiheit erlangen. Diesen Gedanken las ich in C.’s smaragdgrünen Augen, die wie dunkler Samt schimmerten, und er legte sich behutsam auf mich, schob seine Hände unter meinen heißen, schmerzenden Hintern … und sein Schwanz war wieder steif, und dann … ja, dann … geschah das, was ich eingangs erwähnte.
Noch niemals war ich so gefickt worden, noch nie, beim … Himmel! Meine Lustschreie stiegen zum Himmel auf, und während sich eine quälende Spannung in mir aufbaute wie eine haushohe Woge, fühlte ich, dass ich vor genau dieser sagenhaften Entdeckung stand: ich würde ES erleben oder vielmehr IHN erfahren! Ich schrie immer lauter vor Entzücken. Als ER mich überrollte, war er wie etwas unglaublich Warmes und Zärtliches und Funkelndes, das mich von den Haarwurzeln bis zu den Zehenspitzen durchflutete, wieder und wieder … zeitlos … mir schienen Ewigkeiten vergangen, bis diese herrlichen Empfindungen abebbten, schwächer und blasser wurden.
Ich hatte jegliche Kontrolle aufgegeben und war dafür reich belohnt worden.
C. und ich sind immer noch zusammen. Nicht permanent, aber er ruft mich oft zu sich in seine Dachwohnung, und seinem Ruf leiste ich freudig Folge. Bevor ich sie in den Laptop tippte, habe ich unsere Geschichte auf Papier notiert: nackt vor C. kniend, jederzeit bereit, ihm zu gehören. Mehrmals unterbrach ich den Schreibprozess, weil er nach meinen Diensten verlangte …
C. hat mich erobert und besiegt.
Was ich unbändig genieße, nach wie vor.
Antje
sandirilia@aol.com


