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Domsequent, einer unserer Blogger schreibt auch herrliche Kurzgeschichten. Eine davon dürfen wir Euch heute vorstellen...

Der Anfang am Ende

Ellen lag neben ihm, halb im Einschlafen, und genoss den Geruch seiner Haut.
Vor ihrem inneren Auge tauchte er wieder auf, dieser schicksalhafte Tag im vergangenen Jahr:
Eigentlich wollte sie damals nur drei alte Klappstühle aus dem Keller auf den Sperrmüll tragen. Sperrmüll war eigentlich Johns Sache, aber er hatte seinerzeit beruflich sehr viel zu tun, und es immer wieder vergessen.
Hinter den Stühlen waren einige Pappkartons gestapelt, und bei ihrem Versuch, auch die aus dem Keller zu schaffen, fiel der oberste zu Boden, der Deckel riss auf, und ein altes Comic-Heftchen fiel heraus.
Sie wollte es gerade wieder in den Karton stopfen, etwas genervt von der Verzögerung, als ihr Blick auf den Titel des Heftchens fiel:

Die Erziehung des Schwanzmädchens Prissy.

Sie blätterte darin.
Bei Betrachtung der ersten Bilder konnte sie nicht anders, als kichern. Wer dachte sich denn derartige Albernheiten aus ?

Da war ein junger Mann in Strapsen, Strümpfen und altrosa Spitzenröckchen zu sehen, mit roten Pumps und einem weißen Schleifchen im Haar. Ein junges Mädchen, ebenfalls mit dunklen Strapsstrümpfen, befriedigte ihn mit der Hand, und der englische Text in einer Sprechblase dazu lautete: „Sie spritzt gleich, Miss.“
Das sagte sie zu einer hinter dem Jungen stehenden rothaarigen Gouvernante in engem Rock und schwarzen Stöckelschuhen, die ihr entgegnete: „Sorg dafür, dass sie erst um Erlaubnis bittet.“
Vorne im Bild waren noch zwei kichernde, Schulmädchen zu sehen,
die sich über diese Szene köstlich zu amüsieren schienen.

Sie blätterte weiter und fragte sich, ob John sich in seiner Pubertät wirklich mit derartigen Fantasien beschäftigt hatte.
Dann öffnete sie den Karton. Sie war verwirrt, fassungslos, entgeistert, öffnete hastig auch die beiden anderen. Ihr Inhalt der gleiche.
An jenem Tag blieben die Klappstühle im Keller liegen, und auch vieles, das mit ihrem Gefühl für ihren Mann verbunden gewesen war.

Als John damals nach Hause kam, war er bester Laune gewesen, weil es ihm und seinem Partner endlich gelungen war, einen in der Branche lange umkämpften lukrativen Werbeauftrag an Land zu ziehen.
Er küsste sie zärtlich und ging ins Schlafzimmer, um sich umzuziehen und zu duschen. Aber in der Tür stockte sein Schritt und er blickte entsetzt auf das Bett.

Alles lag dort, alles ! Sein Petticoat, die Plastikbrüste, der Analplug,
die neuen Windeln, das Klistier, seine ganzen Dessous und wunderbaren Seidenslips, seine Nahtstrümpfe aus echtem Nylon,
aber auch der Schnuller und die rosa Gummihose. Alles. Sortiert und sorgfältig drapiert.
Offensichtlich hatte sie auch die Fotos gefunden, die er mit der neuen Digitalkamera per Selbstauslöser vor etwa einem Monat geschossen hatte.

Auf eines der Fotos hatte sie mit einem dicken Filzstift geschrieben:
„Ich erkenne natürlich auch ohne Dein Gesicht, dass D U dieser Mann bist, John.“
Das Bild zeigte ihn in Strumpfhosen, darüber Straps und Strümpfe.
Er hatte sich befriedigt, während der Selbstauslöser ihn aufgenommen hatte. Man konnte deutlich erkennen, dass sein Sperma durch die Strumpfhose sickerte.

Sie hatte seine geheimen Kartons gründlich gesichtet. Auf dem Bett lag ein großer Briefumschlag. Darauf stand mit dem gleichen Filzstift geschrieben:

„Für John, meinen Ehemann.“

Schweißperlen bildeten sich auf seinen Schläfen und seine Finger zitterten, als er das Kuvert öffnete. Darin fand er, offenbar vorher eingescanned, dann ausgedruckt, ein Bild. Ein Bild aus den Prissy-Heftchen. Quer darüber hatte Ellen geschrieben:
„Möchtest du etwa, dass ich mir Gumminippel an so eine Kittelschürze hefte, während dich so ein Schwanzmädchen fickt ??? Willst Du noch währenddessen daran saugen ???“

Er schlug entsetzt die Hand vor seinen Mund. Sie musste sich das Prissy-Heftchen sehr genau angesehen haben.
Außerdem lag in dem Umschlag ein kleiner weiterer Brief,
und er enthielt nur ein Blatt, Schrift auf Büttenpapier:

„Lieber John.
Ich bin nicht neugierig und Du weißt, dass ich nicht in Deinen Sachen schnüffele. Dieser für mich unbekannte Teil Deines Lebens ist mir im wahrsten Sinne unten im Keller vor die Füße gefallen.
Ich habe wirklich in all unseren Jahren geglaubt, wir hätten ein reiches und offenes Liebesleben als Fundament unserer Beziehung.
Das war nicht so.
Ich komme mir schrecklich wertlos vor und bin sehr traurig, wenn ich mir vorstelle, was Du aus Deiner Sicht alles bei mir entbehren musstest.
Mit Deinen Wünschen kann ich leider ganz und gar nichts anfangen.
In Liebe,
Deine Ellen.“

Er schluchzte. Als er viel später das Schlafzimmer verließ, stellte er fest, dass seine Frau nicht mehr in ihrem gemeinsamen Hause war.

Erst eine ganze Weile nach der Trennung telefonierten sie wieder, wechselten Emails, und sie entdeckte nun eine neue Form der Kommunikation, die virtuelle. Sie weinte fast immer, wenn sie
auf „Send“ klickte.
Er offenbarte sich ihr nach und nach in allen seinen geheimen Wünschen. Eine Generalbeichte in unzähligen Mails.
Meistens endeten seine Zeilen beschwörend mit den Worten: „Ellen, komm zurück. Ich liebe Dich und ich gewöhne mir das ab. Ich verspreche es Dir.“
Dann war mehr als ein halbes Jahr vergangen. Sie beschäftigte sich viel mit den Gedanken von erotischer Macht und Ohnmacht.
Und sie ahnte bald, dass niemand sich Veranlagungen und Neigungen abgewöhnen könnte und sicherlich auch ihr Mann nicht.
Er war devot.

Der Weg zurück.
Fast fünfzehn Monate nach ihrer Trennung zog sie wieder in das gemeinsame Haus. Sie hatte sich fest vorgenommen ab Stunde 1 genau die zu sein, die sie geworden war, ohne jeden Kompromiss. Über Erfahrungen im praktischen Sinn verfügte sie nicht, aber sie war voller Pläne, Ideen und Erwartungen. Und natürlich war da auch Lust, eine neue Lust, ihre Lust.
Vor ihrem ersten Besuch in den eigenen vier Wänden hatte sie John einen kurzen Brief geschrieben. Zwei Sätze nur:
„In Zukunft wirst Du mir alles sagen, und in Zukunft wirst Du nur tun, was ich sage, John. Hast Du verstanden ?“
Er hatte sie dann angerufen. Kurz.
„Ich habe verstanden. Danke, Ellen.“
Das war ein guter Anruf.
Jetzt lag er schon viele Monate zurück.
Und sie lag wieder neben ihrem Mann.

Er war ihr Mann, ein männlicher Mann, aber anders als all die Männer vor ihm.
Sie sah ihn an.
Seit jenem Tag vor einem Jahr mit anderen Augen als in ihren fünfzehn Jahren zuvor.

Sein Geständnis war kein Vertrauensbeweis, vielleicht aber doch ein Liebesbeweis gewesen. Er hatte sich vor ihr zu einer umfassenden Beichte gezwungen, allerdings nur angesichts der unwiderlegbaren Beweise. Diese Beweise hatte sie durch Zufall und ohne Absicht entdeckt und konnte damit zunächst nichts anfangen, nicht das Reich seiner Geheimnisse entschlüsseln.

Auch sie hatte sich seitdem verwandelt. Ihr Fühlen, ihr Denken, ihr Körper. Aus einer unscheinbaren Larve hatte sich kein hübscher Schmetterling entpuppt, kein bunter Sommerfalter, sondern eine Gottesanbeterin, eine Spinne mit verwobenen Netzen, eine filigrane Venusfalle mit suchterregenden Lockstoffen, die wie eine Mischung aus Morphinen und unbekannten Lusthormonen wirkten.
Heute konnte sie in großem Selbstverständnis von sich sagen, dominant zu sein. Sie war seine Vorsehung, seine Vorbestimmung, seine Bestimmung geworden, mit immer noch wachsender Freude daran. Herrschen war für sie mehr als Macht gegenüber seiner Ohnmacht. Es war ihre ureigene Sinnlichkeit geworden. Hatte sie jemand überredet ? Nein, sie hatte sich endlich entdeckt.

Er lag neben ihr. Auf dem Bett, auf welchem sie vor mehr als einem Jahr all seine Geheimnisse ausgebreitet hatte.

Er trug die seidigen Dessous, die sie für ihn jetzt regelmäßig kauften.
In einem speziellen Damenwäschegeschäft für Übergrößen, Konfektion 50, aber sehr sexy. Sie besorgten gemeinsam seine Nylons, Baby-Dolls, Strapse, Corsagen, Pumps, regelmäßig und mit viel Vergnügen.

Seine Männlichkeit war steif, und sie hatte ihn gefesselt. Seine Arme und Beine waren gespreizt, an den Gelenken mit Ledermanschetten umbunden und mit Karabinerhaken am Bettgestell befestigt. Er konnte sich kaum bewegen, und sie freute sich an der angespannten Muskulatur seiner Arme und Waden

Sie blickte in den über ihrem Bett hängenden Spiegel und befand, dass sie ein schönes Paar waren.
„Du bist wirklich ein Prachtkerl, John. Ich bin froh, dass du mein Mann bist.“
Sie küsste ihn zärtlich.

Schließlich stand sie auf und setzte sich mit ihrem Hinterteil langsam auf sein Gesicht. Ohne ein Wort presste er seine Zunge gegen ihren Anus und leckte langsam und intensiv an ihrer Rosette. Er bekam kaum Luft, obwohl sie leicht war und ihre Hüften gelegentlich etwas hob. Er schnaubte vor Lust. Im Deckenspiegel sah sie wie seine Eichel noch mehr anschwoll. Seine Erektionen konnte sie nach Belieben steuern. Anders als in den Jahren zuvor.

Sie spreizte leicht die Beine und berührte mit den Fingerkuppen ihre Perle. Sie war nass.
Sie sah im Spiegel, wie ihre Finger schneller wurden, ihre Augen dunkler und glänzender, ihr Gesicht wie ein Abbild der Lust.
Dann nahm sie nichts mehr wahr. Weit über den Wolken. In ihrer anderen Welt.

Nach dem Höhepunkt blieb sie noch einige Minuten schräg auf ihm sitzen, aber so, dass sein Mund, seine Nase wieder frei lagen.
Er rang nach Luft und nach Lust.
Dann stand sie wortlos auf und ging ins Bad.
Sie öffnete den Wasserhahn, rieb sich Stirn und Schläfen mit kaltem Wasser ein und trank aus der Hand einen Schluck davon.
Durch die angelehnte Tür zum Schlafzimmer fragte sie ihren Mann:
„Bist du immer noch so erregt, Liebling ?“
Eine rhetorische Frage.
Also kämmte sie sich, zog schwarze Latexstrümpfe und ihren engen Latexrock an. Sie öffnete den Reißverschluss auf der Vorderseite leicht und schlüpfte wieder in ihre Pumps.

Was für ein Bild. Ihr Mann war verschwitzt, seine Haut glänzend, und er war erregt, ohne jede Abschwächung.
„Wie gut, dass du so am Bettgestellt fixiert bist. Ich glaube, du würdest sonst Hand an dich legen, um dich zu erleichtern.“
Sie beugte sich über seinen Unterkörper und hauchte einige Male zärtlich auf seine Eichel, ohne sie zu berühren. Er stöhnte leise.
Dann sah er sie an, hilflos, und bettelte:
„Ellen, ich kann nicht mehr. Mach was, bitte mach was.“
„Du redest zuviel.“

Sie lehnte sich zum Nachttisch und nahm einen ledernen Mundknebel aus der Schublade. Innen und außen war er mit einem Dildo aus schwarzem Gummi versehen. Den inneren schob sie ihrem Mann in den Mund und verschloss das Lederband stramm hinter seinem Kopf.
Er würgte leicht, sein Gesicht rötete sich. Sie setzte sich langsam auf den nach außen stehenden Dildo und senkte ihn vorsichtig in ihren nassen Schoß. Ihre Scham berührte seinen Mund, wann immer sie den Dildo ganz aufnahm.

Sie bewegte sich langsam und spielte dabei mit ihren Brüsten.
Ihre Beckenbewegungen wurden schneller, die Hüften kreisten,
und es dauerte nicht lange, bis sie seufzend und zuckend zu ihrem zweiten Höhepunkt gelangte.

Schließlich erhob sie sich und holte aus der Küche ein großes Glas Mineralwasser.
Als sie seinen Mundknebel löste, keuchte und hustete er. Sein Brustkorb hob und senkte sich hastig, aber noch immer konnte er sich durch die Fixierung kaum bewegen.
Sie stützte seinen Kopf, führte das Glas an seine Lippen und ließ ihn in kleinen Schlucken trinken. Er dankte.
„Du hast kaum Luft bekommen und ich sah neben Lust in deinen Augen auch Angst, Liebling. Trotzdem bist du immer noch so erregt.“
„Ellen, bitte. Kann ich endlich abspritzen? Bitte!“
„Dass du das kannst, ist mir vollkommen klar. Aber du wirst nicht. Weder bei mir, noch vor mir, nicht in mir, nicht auf mir, geschweige denn allein.“
Sie klappte die Karabinerhaken auf, und er war endlich wieder befreit und bewegungsfähig. Dann schmiegte sie sich in seinen Arm und schob ein bestrumpftes Bein sachte an seine Männlichkeit.
„Ellen, bitte,“ raunte er heiser. Er spürte das Latex und ihre Wärme.
„Nein, Liebling, bestimmt nicht. Ich muss jetzt ein bisschen schlafen.“


domsequent